Geschichte


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Geschichte

Am 18. November 1977 fand die konstituierende Versammlung der „Ligue pour l'Aide aux Infirmes Moteurs Cérébraux“ (IMC) statt.

Damals ermöglichten das „Centre Médico-Pédagogique Mondorf“ und das „Institut pour Infirmes Moteurs Cérébraux“, die beide vom Staat verwaltet werden, behinderten Kindern ein schulisches Leben, das an ihre Beeinträchtigung angepasst war, aber sie boten keine Möglichkeiten für eine Berufsausbildung an. Nach der Schulzeit wurden die Kinder wieder in ihre Familie eingegliedert oder in Einrichtungen untergebracht, die ihren Bedürfnissen kaum oder gar nicht gerecht wurden.

Auf der Suche nach einer Lösung für die Zukunft dieser Kinder hatten drei Personen die Idee, ein Zentrum für die berufliche Eingliederung körperlich behinderter junger Menschen zu gründen.

Das waren Marcel Reimen, Direktor des „Institut pour Infirmes Moteurs Cérébraux“, Dr. Henri Metz, Facharzt für Neurologie, und Arthur Morn, Vater eines behinderten Kindes. Die Initiatoren des Projekts traten an verschiedene Persönlichkeiten heran.

In Artikel 4 der Satzung der „Ligue pour l'Aide aux Infirmes Moteurs Cérébraux“, die auf der konstituierenden Versammlung vom 18. November 1977 verabschiedet wurde, ist der Zweck der Ligue wie folgt beschrieben:

„Die Ligue hat den Zweck, die moralischen und materiellen Verhältnisse von Personen, die von zerebraler Kinderlähmung betroffen sind, zu verbessern, und dies auf Ebene der Prävention, der Medizin, der Erziehung, der Schulbildung, des Berufslebens und der sozialen Integration (…).“

Mit der Gründung der Ligue im November 1977 beschloss der Verwaltungsrat die sofortige Gründung eines Zentrums für berufliche Eingliederung für körperlich behinderte Personen in Dudelange. Dank der finanziellen Unterstützung durch den Staat konnte die Ligue im Dezember 1978 von der ARBED den Standort Kräizbierg erwerben. Im September 1979 wurden 35 behinderte junge Menschen in ihrer neuen Schule, dem Centre Emile Mayrisch, aufgenommen. Eine Unterkunft für die Schüler wurde ebenfalls in dem Gebäude eingerichtet, über den Klassenräumen.

Seitdem hat die Ligue IMC, die 1982 in „Fondation IMC Kräizbierg“ und 1994 in „Fondation Kräizbierg“ umbenannt wurde, ihre Strukturen stetig weiterentwickelt, um den Bedürfnissen von Personen mit körperlicher Behinderung Rechnung zu tragen. Die Wohnstrukturen der Fondation Kräizbierg beherbergen zurzeit 129 behinderte Personen. In der Schule werden 17 Schüler gezählt und im Tageszentrum 27 Personen. In den „Ateliers Kräizbierg“ sind 110 behinderte Arbeitnehmer beschäftigt. In der Fondation und in den Ateliers Kräizbierg sind 291 Personen angestellt. (Stand vom 31/12/2017).

 

 

18. November 1977

Gründung der a.s.b.l. „Ligue pour l'aide aux infirmes moteurs cérébraux“ unter dem Vorsitz Ihrer Königlichen Hoheit Joan, Prinzessin von Luxemburg, heute Herzogin von Mouchy.

 

 

1. Dezember 1977

Der Verwaltungsrat der Ligue trifft die Grundsatzentscheidung, von der ARBED den Standort „Kreuzberg“ zu erwerben. Der Kaufvertrag wird erst am 21. Dezember 1978 geschlossen.

 

 

9. Januar 1978

Der Verwaltungsrat der Ligue stimmt der Gründung des Zentrums für berufliche Eingliederung Emile Mayrisch (Berufsschule) auf dem Kräizbierg in Dudelange zu.

 

 

13. Oktober 1978

Der Regierungsrat stimmt zu, für die Ratenzahlungen des Darlehens zu bürgen, das die Ligue für die Finanzierung des Erwerbs, der Ausstattung und der Umbauten am Standort Kräizbierg in Dudelange aufnehmen muss.

 

 

15. November 1978

Einstellung des ersten Mitarbeiters der Ligue.

 

 

1. September 1979

Eröffnung des „Centre de réadaptation professionnelle Emile Mayrisch“ und des „Foyer Emile Mayrisch“ am Standort Kräizbierg. Besonderes Augenmerk liegt auf der funktionalen Eingliederung.

 

 

27. Februar 1980

Der Verwaltungsrat der Ligue beschließt, eine Unterkunft für Kinder zu gründen, die von einer Zerebralparese betroffen sind, dies im Rahmen der „Renaissance du Brill“ in Dudelange und in enger Zusammenarbeit mit dem „Fonds du Logement“. Die Leitidee: die behinderten Kinder in ein urbanes Viertel zu integrieren.

 

 

5. November 1980

Der Verwaltungsrat der Ligue beschließt, bis zur Fertigstellung des Foyer Brill eine vorläufige Unterkunft in der rue Philippe II einzurichten, die am 1. Januar 1981 bezugsfertig ist.

 

 

16. Oktober 1981

Der Verwaltungsrat der Ligue beschließt, gemeinsam mit dem „Fonds pour le Logement“ zu moderaten Kosten eine Unterkunft für körperlich behinderte Erwachsene im Lankhelzerweiher in Esch/Alzette zu schaffen.

 

 

1. Januar 1982

Eröffnung des Buchhaltungsbüros.

 

 

21. Juni 1982

Auflösung der Ligue und Gründung der Fondation IMC/Kräizbierg, einer gemeinnützigen Einrichtung (genehmigt durch großherzoglichen Erlass vom 21. Juli 1982).

 

 

15. März 1983

Der Verwaltungsrat der Fondation initiiert ein Vorhaben für betreutes Wohnen im Rahmen des Projekts „Sauerwiss“ des Fonds de Logement in Gasperich.

 

 

26. April 1983

Der Verwaltungsrat der Fondation beschließt, einen Dienst für funktionale Eingliederung am Standort Kräizbierg zu gründen.

 

 

6. Juni 1983

Der Verwaltungsrat der Fondation beschließt den Bau einer Unterkunft für schwerbehinderte Personen in Grevenmacher.

 

 

1. Januar 1984

Eröffnung der Siebdruck- und Gartenpflegestätte und Eröffnung des „Foyer Lankhelzerweiher“ in Esch/Alzette als Nachfolger des Foyer Emile Mayrisch in Dudelange.

 

 

1. Mai 1987

Eröffnung des Foyer Pietert in Grevenmacher.

 

 

1. Januar 1988

Schaffung des „Service Suivi“, d. h. eines Diensts, der sich um die Betreuung körperlich behinderter Personen im außerinstitutionellen und beruflichen Umfeld kümmert. Eröffnung der Offsetdruckstätte.

 

 

1. September 1990

Eröffnung des Kreativbüros.

 

 

17. Juni 1991

Der Verwaltungsrat beschließt den Bau neuer, an die Erfordernisse behinderter Arbeitnehmer angepasster Arbeitsstätten (die alten Räumlichkeiten waren zu klein geworden) und den Bau einer Unterkunft für ältere körperlich behinderte Personen in Schifflange.

 

 

1. April 1993

Schaffung des medizinischen Diensts.

 

 

1. Januar 1994

Eröffnung des neuen Gewächshauses auf dem Kräizbierg.

 

 

30. Mai 1994

Umbenennung der Fondation IMC/Kräizbierg in „Fondation Kräizbierg“, weil wir unsere Aktivitäten auf alle körperlich behinderten Personen ausweiten wollten.

 

 

1. April 1996

Schaffung des Dienstes „Betreit Wunnen“ in Gasperich.

 

 

15. April 1996

Eröffnung der neuen Arbeitsstätten am Standort Kräizbierg.

 

 

1. Januar 1997

Die Fondation Kräizbierg übernimmt auf Wunsch des Familienministeriums die Leitung des „Foyer la Cerisaie“ in Dalheim. Eröffnung des „Centre d'occupation au travail“ und des „Centre de Jour“ am Standort Kräizbierg.

 

 

1. Januar 1999

Schaffung des Netzwerks „Réseau Kräizbierg“ im Bereich der Pflegeversicherung.

 

 

3. Dezember 2000

Seine Königliche Hoheit Prinz Guillaume übernimmt die Funktion des Vorsitzenden der Stiftung.

 

 

4. Juli 2001

Grundsteinlegung für das „Centre Intégré pour Personnes Handicapées Âgées“ am Standort „Schoumansbongert“ in Frisange.

 

 

1. September 2001

Eröffnung des Multimediabüros.

 

 

15. November 2001

Eröffnung des Dienstleistungsbüros.

 

 

1. Januar 2002

Umbenennung der Genossenschaft in „Ateliers Kräizbierg“ und Übernahme aller Aktivitäten im Bereich Arbeit.

 

 

20. September 2002

Festlichkeiten anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Fondation Kräizbierg in Anwesenheit Seiner Königlichen Hoheit Erbgroßherzog Guillaume.

 

 

5. November 2003

Einweihung der Verkaufsstelle „d'Bréck“ und des Gebäudes „Päerdsstall“ am Standort Kräizbierg.

 

 

15. Dezember 2003

Feierliche Übergabe der Abschlusszeugnisse im „Centre Emile Mayrisch“ durch Ihre Königliche Hoheit Großherzogin Maria Teresa.

 

 

24. Mai 2004

Aufnahme des Betriebs der „Domaine Schoumansbongert“ in Frisingen.

 

 

19. Dezember 2005

Offizielle Einweihung der „Domaine Schoumansbongert“ in Frisingen.

 

 

18. April 2008

Neueröffnung des „Foyer Lankhëlzerweiher“ nach Teilrenovierung.

 

 

1. Januar 2009

Eröffnung des „Centre d'Accueil Kräizbierg“, zu dem das „Centre de Jour“ und der „Service d'Activités de Jour“ gehören.Eröffnung des „Centre d'Accueil Kräizbierg“, zu dem das „Centre de Jour“ und der „Service d'Activités de Jour“ gehören.

 

 

15. März 2012

Eröffnung des Stickateliers.

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